Mittwoch, 15.01.2025

Junge Spitzensportler

Junge österreichische Spitzensportler leben zwischen Erfolg, hartem Training, Schule und wenig Zeit für Freunde. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: die Begeisterung für ihren Sport. Die drei Talente Lia Berger, Tim Puskas und Maximilian Kralik erzählen von ihren Zielen, ihren Unsicherheiten und ihrer Leidenschaft für den Sport.

Lia Berger

Bereits mit 15 Jahren ist Lia Berger Stammspielerin des Volleyballvereins NÖ Sokol/Post in der ersten Bundesliga. Mit 14 Jahren spielte sie als jüngste Spielerin aller Zeiten im Finalspiel der Österreichischen Meisterschaft. Das Volleyballtalent wurde sogar bei einem der diesjährigen Finalspiele zur besten Spielerin des Matches ernannt: „Am meisten habe ich mich darüber gefreut, dass ich Most Valuable Player geworden bin und dass wir es ins Finale geschafft haben.“

Lia begann als Achtjährige wegen ihres älteren Bruders Tim in einem Verein, doch sie meint, es sei nie zu spät, um anzufangen, denn: „Beim Volleyball ist man einfach immer füreinander da, unterstützt einander und freut sich gemeinsam über die Leistungen. Man kann gut im Team arbeiten, fühlt sich wohl und es macht Spaß.“ Anfangs war es für Lia nicht leicht, mit lauter Erwachsenen zu spielen, doch durch den Zusammenhalt der Sokol-Mannschaft fühlte sie sich gut aufgenommen: „Ich verstehe mich mit allen richtig gut, und sie haben mich auch nie ausgeschlossen.“ Durch den Vorteil des Teamsports nehmen die Spielerinnen einander viel Druck ab: „Das Team ist für mich da und unterstützt mich bei jeder Sache, also habe ich nicht wirklich einen Grund, nervös zu sein.“

Österreichs Beach-Volleyball-Legende Nik Berger stärkt seiner Tochter den Rücken: „Mein Vater macht mir überhaupt keinen Druck, er unterstützt mich bei allem. Ich nehme gern Kritik an, das hilft mir schon sehr, mich noch mehr zu verbessern.“ Auch Beachvolleyball ist Lia ein Anliegen, 2022 gewann sie mit ihrer Partnerin Lilli Hohenauer die Silbermedaille bei der U18-EM in Griechenland. Dieses Jahr bereitet sie sich schon fleißig auf die zwei bevorstehenden Europameisterschaften vor.

Der Sport öffnet viele Möglichkeiten: „Ich möchte ins Ausland gehen und im Ausland auch studieren.“ Allerdings nimmt er auch Zeit in Anspruch: „Wir haben ein Jahr länger Schule im Sportgymnasium, es bleibt nicht wirklich viel Zeit für Freunde und Familie. Aber es ist nicht so schlimm, weil Volleyball mir sehr viel bedeutet.“

Tim Puskas 

Der 14-jährige Tim Puskas ist 34-facher Österreichischer Jugendmeister unterschiedlicher Schwimmkategorien. Tim entdeckte bereits mit sechs Jahren seine Leidenschaft fürs Schwimmen. Mit Leistungsdruck, der auf den Schultern des Schwimmtalents lastet, musste er umgehen lernen: „Man muss den Kopf einfach abschalten und schwimmen.“ Trotzdem ist er immer noch vor jedem Wettkampf nervös: „Ich denke mir nichts dabei, ich schwimme einfach.“

Neunmal in der Woche trainiert Tim in seinem Verein SV Simmering, davon zwei Mal sogar noch zeitig in der Früh vor Schulbeginn. Tims Eltern, vor allem seine Mutter, unterstützen ihn nicht nur beim Sport, sondern helfen ihm auch mit der Schule. So diszipliniert und zielstrebig wie Tim ist, lässt er nicht einmal Gedanken zu, die ihn zum Aufhören bringen könnten: „Wenn, dann höre ich mit der Schule auf“, scherzt er, doch auch das kommt für ihn natürlich nicht in Frage.

Sein Motto lautet: „Immer weiter schwimmen, aber natürlich ist es wichtig, dass das Schwimmen Spaß macht. Ich möchte mich immer weiter verbessern.“ Derzeit bereitet er sich darauf vor, noch dieses Jahr an der EYOF (European Youth Olympic Festival), der Olympiade für Jugendliche, teilzunehmen.

Maximilian Kralik

Der 14-jährige Tennisspieler Maximilian Kralik spielte schon bei mehreren internationalen Turnieren (U14 und U16) erfolgreich mit. Seit seinem fünften Lebensjahr ist es sein größtes Ziel, Tennis-Profi zu werden: „Mein größter Traum ist, bei den Australian Open zu spielen und am besten auch zu gewinnen.“ Viermal wöchentlich trainiert Max bei seinem Verein TC Höllrigl Kottingbrunn, und zweimal pro Woche spielt er beim Tennisklub Znojmo in Tschechien.

Tennis spielt sich hauptsächlich im Kopf ab: „Wenn man mental schwach ist, bringt man keine guten Bälle rüber. Die Trainer helfen mir beim Aufbauen meiner mentalen Stärke sehr, so wie auch meine Familie, indem sie mit mir über die Matches ausführlich spricht und zahlreiche Tipps gibt.“ Der Stress vor Wettkämpfen kann groß sein, doch Max lernte damit umzugehen: „Mir hilft es immer, vor jedem Match alleine zu sein und Musik zu hören.“ Beim Tennis sind die Spieler auf sich allein gestellt, was ihnen wiederum viele Möglichkeiten öffnet: „Am meisten begeistert mich am Tennis der große Platz für Kreativität. Man kann sich immer wieder neue Spielzüge ausdenken.“

Die Unsicherheit, mit der viele Teenager zu tun haben, trat vor ein bis zwei Jahren auch bei Max auf: „Wenn ich ehrlich sein soll, ja, ich habe schon Gedanken gehabt aufzuhören. Tennis lief nicht wirklich gut, und ich hatte das Gefühl, dass niemand wirklich hinter mir steht.“ Das Tennistalent schaffte es jedoch, diese Hürde zu überwinden. Alles läuft nun wieder so, wie er es sich erträumt hatte. Die Erfolge sind wieder da, und Max setzt sich für dieses Jahr große Ziele. Seine Vorbereitungen für das Tennis-Europa-Turnier und für die Tschechische Meisterschaft sind in vollem Gange.

Wenn euch Volleyball, Schwimmen oder Tennis interessiert, hört auf Lia: „Es ist nie zu spät, um anzufangen!“ und schaut bei den Vereinen vorbei: sokol.at/nachwuchs-info; sv-simmering.at; noetv.at

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